Haben Sie in Ihrer Zahnarztpraxis ein durchdachtes System, um die Leistung Ihrer Mitarbeiter zu messen? Nein? Viele Praxisinhaber verlassen sich auf ihr Bauchgefühl und Vertrauen, wenn es um die Mitarbeiterbeurteilung geht. Das führt jedoch nicht selten zu Fehleinschätzungen und Frust. Wir zeigen, wie Sie die Leistung objektiv und für beide Seiten wertschätzend messen können.

Den Erfolg von Mitarbeitern zu messen ist häufig primär durch Bauchgefühl und Vertrauen geprägt. Beides sind sicherlich wichtige und gute Eigenschaften in der empathischen Mitarbeiterführung – sie führen aber dennoch häufig zu Fehleinschätzungen von individuellen Leistungen. Fällt die Beurteilung zu positiv aus, kann sich dies demotivierend auf die anderen Kollegen auswirken. Fällt die Mitarbeiterbewertung hingegen zu negativ aus, fühlt sich der vermeintlich gute Mitarbeiter zu schlecht bewertet und ist frustriert. Das eigene Bauchgefühl als Bewertungsmaßstab allein ist also mit erheblichen Risiken für die Beurteilung von Mitarbeitern verbunden.

Falsche und zweifelhafte Bewertungen sind zudem für die Förderung und Weiterentwicklung des jeweiligen Mitarbeiters nachteilig, da durch die vorherige Fehleinschätzung ein falscher Ansatz gewählt wird. Die Folge davon sind eine mangelnde Entwicklung einzelner Mitarbeiter oder gar des gesamten Teams, fehlende Prozessoptimierungen im alltäglichen Praxisablauf und am Ende eben auch keine nennenswerte oder strukturierte Entwicklung der gesamten Praxis.

Für eine solide, transparente und möglichst objektive Messung der Mitarbeiterleistung können klar definierte und messbare Praxisabläufe Abhilfe schaffen. Unserer Erfahrung nach lässt sich dies am besten digital umsetzen. Anhand eines Beispiels wird der Vorteil der Digitalisierung gegenüber der gefühlten, analogen Prozessbeschreibung und Prozessmessung in Bezug auf die Mitarbeiterbeurteilung deutlich: 

Digitale Prozessmessung mit infoskop

Über eine digitale Patientenanamnese können bereits entsprechende Bedürfnisse des Patienten abgefragt, bzw. geweckt werden. Wenn beispielsweise nach der Zufriedenheit der Zahnform und Zahnästhetik in der Anamnese gefragt wird und der Patient die Antwort mit „nicht zufrieden“ angibt, hat er bewusst oder auch unbewusst ein Bedürfnis geäußert. Ab hier kann dann die weitere Patientenaufklärung digital unterstützt durch entsprechende Videos oder Bilder starten. Auf Basis von infoskop kann dann genau gemessen werden, wer wie den Patienten aufgeklärt hat und für welche Leistung ein Behandlungstermin vereinbart wurde. Und im Nachgang lässt sich sogar überprüfen, ob der eigentliche Behandlungstermin wahrgenommen und welche Behandlung durchgeführt wurde. Diese Zuordnung kann für jeden Mitarbeiter individuell angelegt werden, so dass auch interne Praxis-Benchmarks möglich sind.

Außerdem kann noch gemessen werden, wie viele Patienten in Relation zur Gesamtzahl der Patienten im Rahmen der Anamnese tatsächlich unzufrieden mit ihrer Zahnform oder Zahnästhetik waren und wie viele von ihnen wirklich an einer weiteren Behandlung interessiert sind. Mit diesem Prozess ist nicht nur die Bedarfsanalyse und nachfolgende Patientenaufklärung definiert, sondern auch die Mitarbeiterleistung messbar geworden. Neben der Tatsache, dass nun klar wird, wie welcher Mitarbeiter seine Leistung erbringt, wird auch deutlich an welcher Stelle der jeweilige Mitarbeiter ganz individuell gefördert werden kann oder muss – und das auch völlig transparent und objektiv. Auch eine entsprechend gute Mitarbeiterleistung wird so messbar gemacht und kann bei Bedarf durch eine individuelle Provision belohnt werden.

Tipp: Mitarbeiter bei der Leistungsbeurteilung einbinden

Bei der Beurteilung der Mitarbeiterleistung ist es wichtig, sich auf mehrere relevante Leistungskennzahlen zu beziehen und nicht nur auf eine. Dies steigert die Aussagekraft enorm. So zählt zum Beispiel nicht nur, wie viele Patienten ein Behandler beispielsweise im Bereich Bleaching oder Aligner-Therapie hinzugewinnt, sondern auch weitere messbare Zahlen, wie die Behandlungszufriedenheit der jeweiligen Patienten oder etwaige Behandlungsabbrüche.

Ein positives Arbeitsumfeld steigert die Leistung im Team

Wichtig ist es zudem, nicht nur die relevanten Kennzahlen zu betrachten, sondern auch mit den Mitarbeitern die jeweiligen Zielsetzungen zu besprechen. Kommunizieren Sie Ihren Mitarbeitern klar, welche Ziele und Zeitvorgaben für Sie für die Leistungsmessung von Relevanz sind.

Und last but not least: Kennzahlen sind wichtig, aber längst noch nicht alles. Je wohler sich Mitarbeiter in ihrem Arbeitsumfeld fühlen, desto leistungsfähiger sind sie. Ein motivierendes und positives Arbeitsumfeld, ein funktionierendes Team, gute Kommunikation und echte Wertschätzung steigern das Wohlbefinden und fördern die Produktivität jedes Einzelnen. Sind Ihre Mitarbeiter glücklich, werden davon auch die Ergebnisse der Leistungsmessung profitieren.

 

 

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