Hand aufs Herz: Wissen Sie, wie rentabel Ihre PZR-Behandlungen sind? Nein? Damit sind Sie nicht allein. In Gesprächen mit Praxisinhabern stellen wir immer wieder fest, dass die Honorare für professionelle Zahnreinigungen sich meist nicht an den individuellen Kosten orientieren, sondern an den Honoraren der Wettbewerbspraxen von Ort. Für Ihren wirtschaftlichen Erfolg kann das schädlich sein.

Wir zeigen Ihnen an einem typischen Beispiel, wie sich die eigenen PZR-Behandlungskosten kalkulieren lassen und warum Honorare um die 50 Euro pro PZR für viele Zahnarztpraxen unrentabel sind.

Diagnostik: Wie hoch sind Ihre PZR-Behandlungskosten?

Welche Faktoren fließen in die Kalkulation der PZR Behandlungskosten ein? Hauptkostenfaktor ist in der Regel der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin. Im Durchschnitt kostet er oder sie ca. 23,50 € pro Stunde. Sozialbeiträge, Urlaub und Feiertag sind hier bereits eingerechnet, etwaige Krankheitstage erhöhen den Wert entsprechend. Je nach Alter, Region und Erfahrung können die Personalkosten auch höher oder niedriger liegen.

Weitere Kosten, die Sie berücksichtigen sollten, sind die Materialkosten. Durchschnittliche liegen diese bei rund 5 € pro PZR. Die Einrichtung eines Prophylaxezimmers kostet in etwa 50.000 € und wird über zehn Jahre abgeschrieben, so dass Kosten in Höhe von ca. 2,60 € pro Stunde anfallen. Zusätzliche Zinsen bei einer möglichen Finanzierung sind dabei noch nicht berücksichtigt. Die Betriebskosten mit Wasser, Strom und Instandhaltung belaufen sich auf etwa 2.400 € pro Jahr, bzw. 1,25 € pro Stunde. Addiert man die bisher kalkulierten Einzelposten, liegen wir bereits bei PZR-Behandlungskosten von 32,35 €.

Damit Ihr Personal auch weiterhin state-of-the-art behandelt, besucht es mindestens eine Fortbildung pro Jahr zu geschätzten Gesamtkosten von ca. 1.000 €, bzw. 0,56 € pro Stunde. Die Abrechnung läuft in der Regel über eine Abrechnungsgesellschaft, die ihre Dienste mit durchschnittlich 3 € berechnet. Je nach Organisation der Verwaltung, was die Vereinbarung von Terminen angeht oder die Durchführung des Recalls, fallen hier auch noch einmal anteilig Personalkosten an. Je effizienter und digitaler die Arbeitsabläufe in der Verwaltung strukturiert sind, desto niedriger sind hier in der Regel die Kosten.

Summa summarum kommen wir in unserem Beispiel auf PZR-Behandlungskosten von mindestens 36 Euro – vorausgesetzt Ihre ZMP fällt nicht durch Krankheit aus.

Therapie: Individuelle Honorare für Ihren betriebswirtschaftlichen Erfolg

Bei unseren Beratungsgesprächen in Zahnarztpraxen berichten uns Inhaber nicht selten, dass Sie für eine professionelle Zahnreinigung um die 50 Euro Honorar kalkulieren. Wenn Ihr ZMP keinen Ausfall hat und tatsächlich an fünf Tagen die Woche auch acht PZR Behandlungen pro Tag durchführt, ist die Rentabilität ganz ordentlich. Problematischer wird es aber, wenn dann im Durchschnitt z.B. nur sechs PZR Behandlungen pro Tag durchgeführt werden, da dann die Personal- und Zimmerkosten für zwei Stunden Leerlauf weitergehen und auf die Rentabilität der verbliebenen sechs PZR Behandlungen hinzugerechnet werden müssen. Damit sinkt die Rentabilität pro PZR Behandlung um ca. 8,70 €. Das heißt, die PZR-Behandlungskosten steigen auf knapp 44 € pro Behandlung an. Ein Honorar von 50 Euro ist dann bereits zu niedrig angesetzt.

Sie sehen, wie stark die PZR-Behandlungskosten von individuellen Einzelfaktoren abhängen. Für Ihren wirtschaftlichen Erfolg als Zahnärztin, bzw. Zahnarzt ist es unerlässlich, dass Sie rentabel arbeiten und sich unternehmerisches Wissen zu eigen machen. Die Praxisentwickler unterstützen Zahnarztpraxen mit betriebswirtschaftlichem Know-how auf dem Weg zu ihrem wirtschaftlichen Erfolg. Die Kalkulation der PZR-Behandlungskosten ist da ein wichtiger Baustein.

Sie haben weitere Fragen zum Thema PZR-Behandlungskosten oder brauchen Unterstützung bei der Kalkulation? Die Praxisentwickler sind gerne für Sie und Ihren wirtschaftlichen Erfolg da. Kontaktieren Sie uns!