Sie wollen Ihr volles Umsatzsteigerungspotenzial entfalten? Um dieses zu heben, braucht es Know-how und Erfahrung. Anhand von zwei Beispielen zeigen wir Ihnen, wie das aussehen kann.

Potenziale zur Umsatzsteigerung finden sich in allen Leistungsbereichen einer Zahnarztpraxis. Die jeweilige Ausprägung und wie aufwendig sich die Potenzialhebung gestaltet, hängt vom individuellen Praxiskonzept ab. Das kann zum Beispiel damit zusammenhängen, wer die Behandlung durchführt, wie viele Patienten entsprechende Befunde haben oder auch wie schnell Erfolge in der Praxis messbar sind.

Anhand der PZR und der PAR-Therapie lassen sich Potenziale in der Praxis optimal ableiten, da es sich um delegierbare Leistungen handelt, die sich schnell umsetzen und gut messen lassen. Zudem sind beide Leistungen bekannt und in der Bevölkerung auch anerkannt. Die überschaubare Zuzahlung ist für Patienten dabei selten ein Ablehnungsgrund.

Einzelpraxis: 91 PZR-Behandlung im Durschnitt pro Monat

Sie möchten wissen, wie groß das durchschnittliche Potenzial im Bereich PZR-Behandlungen ist? In der Beratung sprechen wir von einer gut etablierten PZR-Abteilung, wenn mindestens 60% der Patienten eine PZR-Behandlung in Anspruch nehmen. In einer durchschnittlichen Einzelpraxis sollte die Anzahl der PZR-Behandlungen pro Quartal bei mindestens 274, bzw. 91 PZR Behandlungen pro Monat liegen.

Mit PAR-Vor- und Nachbehandlungen kann eine Vollzeit ZMP in einer durchschnittlichen Einzelpraxis gut ausgelastet werden. In Umsatzzahlen bedeutet dies allein für die PZR-Behandlungen bei einem durchschnittlichen Honorar von 100 € pro PZR einen Umsatz von gut 9.000 € pro Monat. Mit Urlaub, Fortbildungen und krankheitsbedingtem Ausfall kann eine ZMP in einer Einzelpraxis realistisch einen Honorarumsatz von 100.000 €, aber auch bis zu 130.000 € oder 140.000 € erreichen. Hier sollte man bedenken, dass eine PZR-Behandlung nicht nur aus der GOZ 1040 besteht, sondern auch sehr sinnvolle Zusatzleistungen für den Patienten beinhalten kann, die das wirtschaftliche Ergebnis der Praxis verbessern.

Umsatzsteigerungspotenziale bei der PAR-Therapie:

Kommen wir zum zweiten Beispiel: Das Potenzial im Bereich der PAR-Therapien lässt sich leicht anhand der Studienergebnisse aus der 5. DMS ableiten. Laut dieser Untersuchung sind etwa 51% der 35- bis 44-Jährigen behandlungsbedürftig. Hat eine Einzelpraxis durchschnittlich in etwa 80 Patienten in dieser Altersklasse, so sind theoretisch 41 dieser Patienten behandlungsbedürftig. Berücksichtigt man quartalsübergreifende Behandlungen und das ein Teil dieser Patienten bereits therapiert wurde oder kein Interesse an einer Behandlung hat, wissen wir aus der Erfahrung, dass eine Quote von 15 % dieser 41 Patienten mindestens erreicht werden kann, so dass allein sechs Patienten in der genannten Altersklasse hätten behandelt werden können.

Übrigens sind die heutigen PAR-Patienten die zuverlässigen PZR-Patienten von morgen.

Jede Praxis hat Potenziale zur Umsatzsteigerung

Im Durchschnitt liegen in der Einzelpraxis die Prophylaxe-Quoten um die 25% und die Anzahl der PAR-Therapien pro Jahr bei 30. Gemäß den oben genannten Durchschnittshonoraren liegt das Potenzial in der Einzelpraxis grob bei 90.000 € pro Jahr im Bereich der PZR- und PAR-Behandlungen. In einer Mehrbehandlerpraxis sind die Quoten ähnlich und in absoluten Zahlen daher deutlich höher.

Jede Praxis verfügt über Potenziale zur Umsatzsteigerung. Als Praxisinhaber muss man nur wissen, wie man sie identifiziert und hebt. Oder aber man setzt auf einen versierten Berater, der das entsprechende Know-how in Sachen Umsatzpotenzial hat.